HISTORISCHES RATHAUS BERLIN-FRIEDRICHSHAGEN - EINES FÜR ALLE

Am 2.4. feiern wir den nächsten Meilenstein – mit einem Tag der offenen Tür nach dem Umbau

Zur Zeit noch allerorts im Haus das gefrag­teste Utensil: Der Staub­sauger | Foto: sk

Unser Rathaus – Ein Grund zum Feiern – Tag der offenen Tür am Sonntag, 2.4.2017 ab 12 Uhr

Vor genau 10 Jahren kam die Nach­richt, dass die Polizei aus dem his­to­ri­schen Rathaus Fried­richs­hagen aus­ziehen wird, das Land Berlin mit der Immo­bilie nichts mehr anzu­fangen weiß und daher meist­bietend ver­kaufen wollte. „Unser“ Rathaus, dessen Grund und Boden einst vom Fried­richs­ha­gener Poli­zei­hauptmann Carl Bayer der damals noch selb­stän­digen Gemeinde ver­macht wurde mit der Zweck­be­stimmung „zu Leh­rer­woh­nungen und zu Schul­zwecken“, drohte dem Gemeinwohl abhanden zu kommen. Dr. Ulb­richt, Bezirks­bür­ger­meister im „Un-„Ruhestand brachte es damals schnell auf den Punk: „Rat­häuser ver­kauft man nicht!“. Gesagt ist immer schnell viel, das Tun dauert meist länger.

Ein unend­licher Marathon begann: Poli­tiker über­zeugen, Kon­zepte schreiben, Finan­zie­rungs­mo­delle und Mit­streiter finden, dran­bleiben und immer wieder dran­bleiben, nach­haken. Die damalige Pro­jekt­gruppe wurde zunächst getragen von den Vor­ständen der Wer­be­ge­mein­schaft und des Bür­ger­vereins, die mit Unter­stützung einiger Poli­tiker das Bie­ter­ver­fahren stoppen konnte. Erste Nutzungs- und Finan­zie­rungs­pro­jekte wurden durch das Gewinnen eines Architektur- und Pla­nungs­büros ver­feinert und pro­fes­sio­na­li­siert. Eine Kommandit-​Gesellschaft wurde mit dem Ziel gegründet, den Kauf der Gebäude und die nötigen Inves­ti­tionen auf mög­lichst vielen Fried­richs­ha­gener Schultern zu ver­teilen. Durch das Abschließen eines Erb­bau­rechts­ver­trages ver­blieb das Grund­stück selbst in Lan­des­besitz und auch der Nut­zungs­zweck wurde damit fest­ge­schrieben: Bildung, Soziales, Kultur, Tou­rismus und Dienst­leis­tungen sollen öffentlich wahr­nehmbar als und im Zentrum des Orts­teils bür­ger­schaft­liches Mit­ein­ander stärken. Um dies umzu­setzen, waren dafür auch die bau­lichen Vor­aus­set­zungen zu schaffen. Und dies ist der nächste nunmehr erreichte Mei­len­stein.

In enger Abstimmung mit der Denk­mal­pflege, nach unge­zählten Rauch­wolken über Pla­nungs­köpfen und vielen flei­ßigen Bau­hand­werks­händen sowie nach knapp zwei Mil­lionen Euro privat auf­ge­brachten Entwicklungs- und Bau­kos­ten­fi­nan­zie­rungen für diesen ersten Bau­ab­schnitt erschließt nun ein Aufzug bar­rie­refrei den im 3. OG gele­genen Ratssaal, der zudem behutsam räumlich erweitert wurde. Alle Medien wurden erneuert, die Sani­tär­an­lagen umverlegt, zusätz­liche Fluchtwege und ein neuer Haupt­zugang geschaffen und vieles mehr.

Nach einem Jahr heißer Bau­phase mit viel Lärm, Bau­staub und Ein­schrän­kungen und immer neuen Her­aus­for­de­rungen mit der alten Bau­sub­stanz öffnet das Rathaus am Sonntag, den 2.4. ab 12 Uhr seine Pforten, um sich der Öffent­lichkeit zu prä­sen­tieren. Nach einer Ansprache des Bezirks­bür­ger­meisters Oliver Igel und einem musi­ka­li­schen Auftakt durch das Musik­schul­or­chester der „freien schule für musik“ – Mieter der ersten Stunde im Rat­haus­projekt – werden neben zahl­reichen Füh­rungen die ansäs­sigen Pro­jekte und Mieter ihre Türen öffnen, um zu zeigen, was sie künftig im Hause anbieten und leisten werden.

Alle Details zum Pro­gramm wachsen gerade – den aktu­ellen Blick gibt es hier => zum Pro­gramm

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